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Ein Stück Lebensqualität wieder zurückgewinnen
Veranstaltungsfoto: Ein Stück Lebensqualität wieder zurückgewinnen (Zeitungsartikel aus den »Niederrhein Nachrichten«, Ausgabe 24. KW vom 18.06.2016)

Am 15.06.2016 hat die Palliativ Netzwerk Niederrhein GmbH im Südkreis Kleve gemeinsam mit den qualifizierten Palliativärzten Dietz Dallmann, Dr. Herdemann, Meinrad Klein-Walbeck, Dr. Kleinstäuber und Frau Dr. Spickmann und den Pflegediensten Caritas Pflege und Hilfe zu Hause, Geldern-Kevelaer e.V., Pflegedienst Gelderland zu einer Infoveranstaltung zum Thema »Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) in Pflegeeinrichtungen« eingeladen.


Weitere Bilder der Veranstaltung:

Infoveranstaltung »Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) in Pflegeeinrichtungen«

Infoveranstaltung »Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) in Pflegeeinrichtungen«

Infoveranstaltung »Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) in Pflegeeinrichtungen«

Infoveranstaltung »Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) in Pflegeeinrichtungen«


Das Unerträgliche aushalten
Austausch im Willy-Könen Seniorenzentrum zur Begleitung auf dem letzten Lebensweg:
Rechtsanspruch auf Palliativpflege und Hospizarbeit im Fokus


Neukirchen-Vluyn.
Der letzte Weg, Abschied, Trauer: Das Thema Tod ist kein einfaches, dabei betrifft es jeden. Vielleicht sind die Endgültigkeit und das gesellschaftliche Tabu Gründe dafür, dass der Einladung des Willy-Könen-Seniorenzentrums nicht so viele Menschen gefolgt waren, wie Einrichtungsleiterin Marina Schoofs gehofft hatte. Die AWO-Einrichtung am Fürmannsheck wollte einen Schwerpunkt auf Zeit und Zuwendung für einen würdevollen Abschied legen und die Möglichkeiten der Begleitung am linken Niederrhein vorstellen.
Trotz, oder gerade wegen der nicht so zahlreichen Teilnehmer entwickelte sich ein reger Austausch zwischen Mitarbeitenden der Senioreneinrichtung, Vertretern des Palliativ Netzwerks Niederrhein und des örtlichen Hospizvereins, sowie einigen Interessierten.

Veranstaltungsfoto: Austausch im Willy-Könen Seniorenzentrum zur Begleitung auf dem letzten Lebensweg Kleine Runde im Willy-Könen-Seniorenzentrum mit intensivem Austausch:
Vertreter des Palliativ Netzwerkes Niederrhein, des Hospizverein Neukirchen-Vluyn, Mitarbeitende sowie einige Interessierte.
Bericht der WAZ vom 19.5.2016 · Artikel: Hanna Lohmann · Foto: Markus Joosten

Eine Tatsache ist vielen Menschen unbekannt: Seit 2007 besteht ein gesetzlicher Anspruch auf eine „Spezialisierte ambulante Palliativversorgung“, kurz SAPV.
Das bedeutet, dass Menschen, die von Ärzten oft als „austherapiert“ bezeichnet werden, eine palliative Begleitung für den letzten Lebensabschnitt bekommen können.
Die Mitarbeitenden rund um Regina Kämpken, die Ansprechpartnerin für den Südkreis Kleve, Moers und Umgebung, können eine ganze Menge leisten, wenn Angehörige an ihre Grenzen stoßen: „Innerhalb weniger Stunden ein Pflegebett, ein Sauerstoffgerät oder Medikamente“ - die Fachleute haben Möglichkeiten, die Privatleuten in der Notsituation nicht zu Verfügung stehen oder schlicht nicht einfallen. Dabei verstehen sich die speziell ausgebildeten Ärzte und Pfleger nicht als Konkurrenz für den behandelnden Hausarzt, eher als Ergänzung. Es geht nicht um Heilung einer Erkrankung, sondern darum, Symptome zu lindern oder sonstige nachteilige Folgen zu reduzieren, damit Menschen in Ruhe und Würde sterben können. Dr. Katrin Hesters kennt das „Drehtürphänomen“ wie sie es nennt nur zu gut: Entlassung - Verschlechterung des Allgemeinzustandes - erneute stationäre Aufnahme. Dabei wünschen sich die allermeisten Menschen zu Hause zu sterben und nicht im Krankenhaus. Auch Dr. Günther-Klaus Gollan ist Palliativmediziner und mag den Begriff „austherapiert“ nicht. Sein Team und er setzen dort an, wo „keine Heilung mehr, aber eine Verbesserung der Lebensqualität möglich ist“. Dabei stehe der Patientenwille immer ganz oben. Für den Fall, dass dieser nicht mehr kommuniziert werden könne, betonte der Mediziner die Bedeutung einer Patienten- und Vorsorgevollmacht.


Wir erinnern uns … Abschied nehmen und doch verbunden bleiben

Die Palliativ Netzwerk Niederrhein GmbH lud im Herbst 2015 erstmals Angehörige und Freunde unserer verstorbenen Patienten - Raum Moers und Umgebung - zu einer Gedenkfeier ein.
Im Lichtsaal des Moerser Eurotec-Gebäudes empfingen wir über 50 Gäste.
Zu stimmungsvoller Musik wurden die Namen der Verstorbenen verlesen und für jeden Patienten wurde auf einem kleinen sternförmigen Teller eine Kerze angezündet.
Der inzwischen frühe Abend endete bei Begegnung und Gespräch, sowie einem kleinen Imbiss.

Gedenkfeier im Herbst 2015

Gedenkfeier im Herbst 2015

Gedenkfeier im Herbst 2015

Gedenkfeier im Herbst 2015

Gedenkfeier im Herbst 2015

Gedenkfeier im Herbst 2015